Tourismusregion löst Webpage auf

Stellen Sie sich vor, Sie wären mein Berater. Ich benötige dringend Ihre Hilfe. Ich möchte unsere Funktionäre und Betriebe davon überzeugen, dass wir die Webseite der Ferienregion Lammertal-Dachstein West auflösen. Als Ersatz verhandeln wir entweder mit der Österreich Werbung oder der Salzburger Land Tourismusgesellschaft. Dort soll zukünftig der Content des Lammertal abgebildet werden.

Aus für eine Lammertal-Webseite, wir selber wenden weder Zeit noch Geld dafür auf.

Worum wir uns kümmern, ist vor allem ein guter Content und gute Gespräche – teilweise in Echtzeit – mit unseren Partnern und Gästen. Dabei helfen uns Facebook Fanpage und Twitter.

Wir BENUTZEN die Technik ohne sie zu BESITZEN.

Durch diese Auslagerung des ganzen technischen Krams an höhere Ebenen erreichen wir höhere Zugriffszahlen. Durch die Konzentration auf die Gespräche erzielen wir die bestmögliche Servicequalität. Persönlich, authentisch, leidenschaftlich.

Was spricht dafür? Was spricht dagegen? Danke für viele Gedanken dazu.

Hinweis: Diese Geschichte ist eine Utopie!

Diese Geschichte nicht:
Vancouverisland löst seine Webpage auf. Es existiert nur mehr eine Startseite mit einigen Links.

vancouverisland

Der gesamte Content von Vancouver Island befindet sich auf der Seite von HelloBC – der Webseite von der Tourismusregion British Columbia (von der Struktur vergleichbar mit österr. Länderportalen, von der Größe vergleichbar mit der Österreich Werbung). Das tun übrigens alle Regionen in BC.

Hello BC

Inspiriert von Wilhelmus
siehe auch: Twitter & Visitor Center = Twisitor Center

16 Comments

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  1. interessanter Ansatz. Unser SMG Chef plädiert oder plädierte auch auf die Stilllegung der TV-Homepages. Man sollte sich als Tourismusort (betonung auf Ort) einfach auf suedtirol.info präsentieren.

    Die örtlichen Tourismusvereine sparen sich viel Geld, und der Kostendruck für würde etwas abnehmen. Das Problem in Südtirol ist aber die offizielle Seite. Leider funktioniert sie nicht wie sie sollte… (meine persönliche Meinung – bevor ich hier jede Menge um die Ohren bekomme).

    Wenn sich nun jeder Tourismusverein mit der SMG-Seite präsentieren würde, wäre es sicherlich ein großes Plus für unsere Südtirol Marke.

    Der Ansatz mit Facebook & Co ist meiner Meinung die Zukunft. Wir müssen nicht nur unsere Webseiten bearbeiten, sondern das ganze Netz. Leider verstehen (zumindest hier in Südtirol) nur die wenigsten was damit gemeint ist bzw. haben für Web2.0 und co. wenig Bezug und keine Lust.

  2. Servus Reinhard,
    die Idee finde ich gut, allerdings würde ich die HP durch einen Blog ersetzen, der wiederum den Content aufnimmt und in andere Kanäle feeded. Z.b FB, twitter, Flick, youtube etc. Auslagern in eine größere Institution würde ich nicht, hineinfeeden scho.
    LG Christoph

  3. @hanspeda Wir machen hier ähnliche Erfahrungen mit dem Landesverband…
    Ein weiteres Problem sind auch die Entscheider an höheren Stellen, die leider zum Teil noch nicht einmal einen Computer besitzen…

    Es ist insgesamt ein sehr interessanter Ansatz, aber es kommt wirklich darauf an, wie die Hauptseite gestaltet ist. Die Österreich-Werbung ist da schon ganz weit vorne. Allerdings werden die Seiten dann schnell sehr komplex und es ist eine große Herausforderung, sie so zu gestalten, dass Otto-Normal-User sich noch darin zurecht findet.

    Ich würde auch sofort wie @eaglepowder hineinfeeden.

    Ein schönes Thema fürs Tourismuscamp!

  4. Servus Reinhard,
    ich glaube, dass man den richtigen Weg nur aus der eigenen Strategie ableiten kann.
    Wie du schon schreibst wären die Kosten wesentlich geringer und man wäre durchs social web näher am Consumer. Ein weiterer Vorteil ist, dass deine Mitarbeiter viel mehr ins Zentrum des Geschehens rücken würden und durch die Nähe zum Markt mehr Kundenorientierung entwickeln als sie vielleicht ohnehin schon haben – ich würde hier eine Sogwirkung durch den Markt entstehen sehen. Durch diese Nähe kann man Änderungen in den Gästewünschen und -motivationen auch wesentlich schneller erfassen und darauf reagieren.

    Die Kehrseite wäre wohl, dass durch die statische Webpage ein gewisser Rückschritt für alle „Nicht-Facebooker und Nicht-Twitterer & CO“ entstehen könnte. Zweifelsfrei wird diese Community kleiner aber sie ist nichts desto trotz vorhanden. Ich behaupte ohne es belegen zu können auch, dass bei steigendem Alter die Menge an Social Web Nutzern abnimmt. Weiters würde ich behaupten, dass die Anforderungen an dich als Führungsperson extrem zunehmen würden. Durch die dezentrale Kommunikation zum Markt sind Themen wie Positionierung und klare Kommunikation (inhaltlich) wesentlich schwerer zu steuern.

    Deshalb würde ich sagen, dass es unmöglich ist hier pauschal zu urteilen ob der Eine oder der andere Weg sinnvoller ist.
    Destinationen mit technikaffinen Gästen können möglicherweise gewinnen. Für Destinationen mit – ich nenne sie mal traditionell kommunizierende Gäste – wäre es wohl nicht förderlich.
    Lg Josef

  5. Wirklich sehr spannende Idee.

    Gestern hat mich eine befreundete Skischule gebeten, ihre Web-Strategie kurz zu beurteilen. Sie wollen eine neue Webseite mit täglich aktuellen Nachrichten, eine Fotogalerie und ein paar statische Seiten sowie natürlich ein Anfragesystem (Formular). Nun: aus Sicht der betreuenden Agentur ist typo3 geeignet.

    Mein Ansatz: auf keinen Fall typo3 da damit eine Technik (CMS) verwendet wird, die durchaus nicht unaufwendig ist. Aus meiner Sicht reicht ein WordPress Blog mit einem individuellen Theme und ein paar Plugins sowie ein Facebook und Twitter Account völlig aus.

    Der strategische Ansatz sollte dann sein, die Skilehrer an der Mitarbeit zu motivieren (eigene WordPress-User für die Skilehrer).

    Umgelegt auf oben angedeutete Strategie: Webseite abschalten mag eine Möglichkeit darstellen. Stattdessen aber dann den eigenen Blog forcieren denn dieser ist nicht ausschließlich Facebook und Twitter Usern vorbehalten (siehe Josef’s Bedenken). Blog dann mit den statischen Seiten auf dem CMS der darüberliegenden Organisation (SLT, …) verlinken. Facebook und co. zusätzlich Nutzen und natürlich mit dem Blog verknüpfen.

    LG, Volker

  6. Hm, spannend und interessant ist der Ansatz auf jeden Fall.
    Aber ich glaube nicht, dass die Zeit schon reif für so etwas ist.
    Ich denke die meisten Orte haben Angst im Auftritt einer großen Region unterzugehen.

    Viele Grüße aus Berlin
    Carsten

    PS: Und ich möchte nicht der „Schirmherr“ der übergeordneten Plattform sein, der es dann Tausenden von Leistungsträgern und hunderten von Orte Recht machen muss. 😉

  7. Die Idee klingt interessant – allerdings muss man sich anschauen wie man so schnöde Dinge wie Zimmer suchen & buchen dann regelt – denn auf einer übergeordneten Plattform fällt die „geschützte Ebene“ der Destination weg und die regionalen Betriebe sind dann in einem Topf mit allen – das sind z.B. im Salzburger Online Buchungsystem 9000 insgesamt und rund 2500 online buchbare –
    Viele Grüße ins Lammertal
    Wolfgang

  8. Hi Reinhard,

    Dein Ansatz ist völlig richtig, alles spricht dafür. Die Realität der „eigenen“ Ort-Pages zeigt, dass weder genug zeitliche noch finanzielle Ressourcen zur Verfügung stehen… und trägt teilweise auch zur Verwirrung bei (es gibt Gemeindenseiten, Ortsteilseiten, Sport-Clubseiten … etc.).
    Bevor ich mit viel Geld eine Domain bewerbe (für dessen aktuelle Befüllung dann meistens keine Energie mehr übrig ist), gehe ich lieber mit viel Inhalt und Faszinationskraft dahin, wo viele Menschen sind – wie z.B. Facebook derzeit.
    Meiner Ansicht nach wäre es wirklich hilfreich, ineffizientes „Kleindenken“ auch im internet endlich abzustellen und sich darauf zu konzentrieren, sympathisch, kritikbewußt und kontinuierlich mit (potentiellen) Kunden / Gästen zu kommunizieren. Auf / über eine einfach zu findende Plattform, die nicht wahnsinnig „schick“ aussehen, sondern schlicht und einfach Bedüfnisse befriedigen muss – und dabei lebendig und authentisch ist.

    Viele liebe Grüße
    Jörg

  9. Aus der Sicht des Kostensparens wirklich ein interessanter Ansatz. Die Frage ist nur: hat nicht das Lammertal im Vergleich zur nächst überliegenden Destination, vielleicht andere Kernzielgruppe(n)? Wären diese genauso bedient mit einem „gesamtheitlichen“ Auftritt?

    Dennoch: bevor die Seiten einer Destination grotten schlecht, nicht genügend aktuell oder dergleichen sind, wäre es in jedem Falle besser, die Inhalte auf übergeordneten Seiten unterzubringen. Doch ist es sicherlich auch eine „politische“ Frage: wer zahlt sagt an. Das lassen sich die meisten Regionalkönige doch nicht nehmen. Man muss vielleicht jahrelang kämpfen, bis etwas passiert, aber „Erfolge“ wieder hergeben… welcher Politiker macht das schon?

    Aber ich muss schon sagen: die Österreichwerbung ist uns Bayern und Deutschen bei Weitem voraus. Vielleicht läuft da eher ‚was nach dem Modell BC (wenn es sich denn als tauglich erweist…).

    Alexander

  10. Hallo Reinhard,

    nachdem ich Dir bereits dazu eine Kurznachricht via Twitter gesendet habe, hier nun meine Meinung.

    Wir Touristiker sollten aufhören in Websites und Plattformen zu denken, denn das Internet der Zukunft wird nicht mehr aus diesen bestehen, nicht in einer kleinen Region und auch nicht bei einer größeren Landesorganisation wie die Österreich Werbung.

    Wir sollten beginnen, dass Internet als Netz zu verstehen. Im Prinzip ist es mir als Touristiker und Hotelier doch völlig egal wo mein potentieller Gast auf mein Angebot aufmerksam wird. Die Hauptsache ist, es gefällt ihm, es passt und er bucht direkt bei mir, um Vertriebskosten durch Vermittlungsprovisionen zu sparen. Wir sollten beginnen, dieses Netz zu knüpfen und einmal darüber nachdenken, ein verprovisioniertes Vertriebsmodell in Frage zu stellen.

    Das Netz besteht aus folgenden drei Hauptknotenpunkten

    – Contentlieferung (Leistungsträger)
    – Contentaggregation, -strukturierung und -verteilung (DMO´s)
    – Contentsearching (Landesorganisationen)

    Die Gastkommunikation liegt dabei immer auf der Ebene der DMO´s und der Leistungsträger.

    Landestourismusorganisationen sollten sich als Beispiel Microsoft BING mal etwas genauer ansehen. Sie sind in der Verantwortung die technischen Vorraussetzungen zu schaffen, damit Content im touristischen Netz fließen kann, damit am Ende auf die individuelle Suchanfrage eines Gastes das passende Suchergebnis ausgegeben wird und zwar als dynamischer Content inkl. Backlink zur weiterführenden Information bzw. zum passenden Angebot.

    Der Aufbau eines solchen Contentnetzes funktioniert nur dann, wenn wir uns vom Websitedenken verabschieden und einen objektorientierten Denkansatz verfolgen.

    Leistungsträger sollten sich Gedanken über ihre Websitetechnik machen. Ist sie dazu fähig, dass das System der DMO den eigenen Content themen- bzw. angebotsspezifisch aggregieren kann ohne ihn dabei völlig aus der Hand zu geben? Hat die Webpräsenz des Leistungsträger die Möglichkeit, dass ein potentieller Gast eine themen- bzw. angebotsspezifische Transaktion (Dialog, Buchung oder Anfrage) ausführen kann? Falls nicht, dann ist die DMO in der Pflicht, die entsprechenden Vorraussetzungen dafür zu schaffen.

    Soziale Netzwerke wie Facebook und Co. sind hervorragend dazu geeignet einen Dialog mit potentiellen, neuen Gästen zu führen und die Bindung zu bestehenden Gästen aufrechtzuerhalten. Sie sind keinesfalls zur Contentspeicherung geeignet, um Kosten für andere Webpräsenzen zu sparen. Nicht vergessen – Content is the King – und Leistungsträger identifizieren sich zu allererst mit sich selbst und dann mit dem eigenen Ort bzw. der eigenen Region. Ich wäre wohl niemals auf die Region Lammertal aufmerksam geworden, wenn sie in den Tiefen eines Portals wie die Österreich Werbung versunken wäre.

    Mein Fazit: Leistungsträger und DMO´s sollten alles dafür tun, die eigene Vertriebshoheit im Internet zu bewahren und aufpassen, diese nicht an Drittvermittler mit hohem Provisionsmodell zu verlieren. Die Frage nach dem WO STEHT DER EIGENE CONTENT erübrigt sich dabei aus meiner Sicht.

    einfach Meer Grüße ins Lammertal

    Jörg

  11. Ehrlich und in Metaphern betrachtet: gleichen touristische Websites 2009 – mit ihren „vielfältigen“ Angeboten, Lobeshymnen und Marketing-Texten – nicht eher einem realen Supermarkt mit all seinen Sonder-Angeboten, Kauf-jetzt-Ständern und 4000 Ladenhütern bei 4.500 Sortimentstiefe? Ich meine aber nicht die kleinen Supermärkte für den Einkauf von nebenan, vielmehr sind Interspar, Big-Billa, Merkur-, Metro, XXXLutz’s, IKEA und andern Großmärkten doch beinharte Realität der touristischen Online-Praxis. Wie diese der User erlebt wird in den wenigsten Fällen dabei ins Kalkül gezogen. Abbruchraten von 70% gängige Praxis, 2-3 Seiten / Besuch Usus und durchschnittliche Verweildauer von 30 Sekunden durchwegs von allen akzeptierte Realität! Widerspricht jetzt jemand?

    Nach intensiver Auseinander-Setzung mit Trends, Online-Entwicklungen und Beobachtung des User-Verhaltens potentieller Urlaubsgäste ergeben sich für mich 4 Varianten der Zukunft von DMO-Websites, wobei unter „Zukunftsforschung“ im Web ein längerer Betrachtungs-Horizont als 3 Jahre (also hier 2012) definitiv haltlose Spekulation wäre:

    1. Thomas Baekdal hat unlängst in seinem Blog von der Webstrategie 2010 geschrieben: The Website 2010 is not a Website (http://www.baekdal.com/articles/Management/web-strategy-2010/). Reinhard: dein Kommentar und auch Williams Meinung (www.wilhelmus.ca) bestätigen dies. TripAdvisor, Kayak, WAYN, Joobili, TripWolf, Expedia, YouTube, Twitter, Facebook & Co übernehmen ohnehin seit langem die Aufgaben von Destinationen zur Darstellung von Content einer Urlaubsregion. Das Beispiel Oberstaufen zeigt, dass es aber in jedem Fall noch eine Minimal-Präsenz oder besser einen „Online-Hub“ für Destinations-Content braucht, über den der User entscheiden kann, welcher Content für seine Reise-Entscheidungen die höchste Relevanz hat

    2. Nische statt Vielfalt & „Supermarkt“: Statt einer DMO-Website wird die Destination künftig multiple Webpräsenz durch mehrere Themen- oder AffinityGroup-Websites mit unterschiedlichen, streng abgegrenzten und untereinander nur minimal vernetzten Online-Inhalten umsetzen. Der Erfolgsfaktor sind „Geschichten“ die den Besuchern dieser Nischen-Websites aufgrund der hohen Affinität einen ebensolchen Mehrwert bieten. Diese Sites werden durch ihre exakte Spezialisierung und engen Zielgruppen/Millieu-Fokussierungen auch zu erfolgreichen Vertriebskanälen.

    3. Online „Flagship-Stores“: Einige Destinationen mit hoher Bekanntheit/USP/Markenwert werden ähnlich dem „Flagship-Store“-Konzept großer Markenartikler a la Gucci, Versace, Diesel ganz abgehoben ohne Transaktions-Absicht innerhalb des Web-Erlebnis-Portals ihre Markenbotschaften in den Vordergrund stellen. Das Verkaufen übernehmen andere, weil die touristischen Produkte dieser Destinationen Selbstläufer sind und von Multiplikatoren daher gern und leicht vertrieben werden. Diese können auch zeitlich befristet sein, z.B. Cannes-Festival, Neujahrs-Konzert-Erlebnis Wien, Indian Summer Canada …

    4. Aggregation von relevanten Content der Destination.
    Dies ist der pragmatischte, nachhaltigste und heute am leichtesten vorstellbare Anwendungsfall einer touristischen Website in 3 Jahren. Deshalb ist dies auch der Grund warum wir von der Österreich Werbung uns für diesen Ansatz entschieden haben: der Plan ist als offizieller Online-Reiseführer für Österreich jeden relevanten, aktuellen Content zu Urlaub in Österreich zu aggregieren. Entscheidend – Landessprache. Ebenso – kontextuelle Platzierung und geschickte, durchdachte, unterschiedliche Darstellung entlang der „Customer Journey“ eines (potentiellen) Gastes in ebenso unterschiedlichen Phasen seiner Reiseplanung.

    @Reinhard: Danke wieder einmal für deinen Mut dieses Thema als Touristiker anzugreifen und sich selbst – also die Sinnhaftigkeit einer Destinations-Präsenz im Web – zu hinterfragen! Gratulation.

    @an alle lieben KollegInnen: Machen wir es ihm nach.

  12. Die Diskussion ist doch im Prinzip nicht neu. Die gibt es schon seit Jahrzehnten auch im Printbereich, alle Strategien laufen dort auf eine Konzentration hinaus. Sinnvoll ist das allemal, wenn die übergeordnete Destination die stärkere und profiliertere Marke darstellt, in der Regel aber politisch nur schwer durchsetzbar – wie die Realität zeigt.
    Die vollständige Auslagerung an Betreiber privater Social Media ist zumindest bedenklich, denn ich gebe damit die Hoheit über meinen Content und meine Kommunikation ab. Zur Erinnerung: Dies sind private Unternehmen, die aus ihrem Content und ihren Nutzern Kapital schlagen wollen. Und sie können auch pleite gehen, verkauft, zerschlagen undwasweißichnochalles werden. Twitter & Co. sind keine Institutionen mit Bestandsgarantie, sondern Unternehmen, die ihre Rentabilität noch unter Beweis stellen müssen. Würden wir unser Kapital jemandem geben, der noch nicht genau weiß, wie er es vermehren soll? Mich erinnert das ein wenig an die neoliberale Outsourcing-Welle, die nicht immer gute Ergebnisse erbracht hat.

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