Haben Barcamps für Touristiker Relevanz?

Von 23.-24. Jänner veranstaltete das Team von Tourismuszukunft das 3. Tourismuscamp in Eichstätt. Im Vergleich zum Kongress des Österr. Hotelierverbandes (ÖHV) einige Tage vorher, zeichnet sich dieses Barcamp-Veranstaltungskonzept vor allem dadurch aus, dass die alle Teilnehmer aus mehreren Nationen und Branchen sowohl Vortragende als auch Publikum sind. Ihnen gemeinsam ist eine gewisse „Nähe“ zum Tourismus.

Nähe erzeugt Relevanz
war eine der Kernaussagen in der Präsentation von Olaf Nitz, Österreich Werbung. Diese Relevanz entsteht entweder durch eine thematische Nähe oder eine personenbezogene Nähe. Welche Auswirkungen das auf unsere Arbeit hat, darüber kann sich jeder seine persönliche Liste erstellen – dann hat sie/er auch gleich eine Strategie.

Nicht oft genug wiederholen kann man die Grundthese von Uwe Frers, TripsbyTips. Er unterscheidet zwischen kommunikationsgetriebenen Medien (unstrukturiert, die Tools sind die Treiber) und informationsgetriebenen Medien (strukturiert, Content ist der Treiber). Auch dieses Verständnis erspart uns einige „leere Kilometer“ bzw. hilft, Socaial Web Phänomene besser zu verstehen.

Kalte Betten in Österreich?
Als Dritten und letzten konkreten Inhaltsfetzen möchte ich das von Gregor Kreuzer vorgestellte Projekt erwähnen. Das schweizer Phänomen der „kalten Betten“ entwickelt sich in abgewandelter Form auch in Österreich. Konkret sind hier jene Vermieter gemeint, die 1-3,4 Ferienwohnungen haben,  denen entsprechende Vertriebsstukturen oder Betreiberstrukturen jedoch fehlen. Diese Problematik wird in einem Vorarlberger Pilotprojekt gelöst, indem eine professionelle PPP Agentur den Eigentümern ein fixes Jahreseinkommen garantiert und dafür die gesamte Vertriebshoheit (auf Wunsch auch Betreiberhoheit) übernimmt. Ein spannendes Modell das wir weiter beobachten, könnte es doch für den Alpenraum Modellcharakter haben.

Viele weitere spannende Themen bzw. Zusammenfassungen findet man hier:

Fährt man mit neuen Sporen schneller Auto?
Zwei kritische Anmerkungen zum Schluß. Nachdenklich macht mich einerseits
die überschaubare Teilnehmeranzahl von Touristikern aus Destinationsorganisationen, Hotels, Seilbahnen, Attraktionspunkten und Freizeitsportanbieter. Warum ist das so? Kein Interesse? Keine Relevanz?  Wird sich „das Auto gegen das Pferd“ ohnedies nicht durchsetzen?

andrerseits
kommt mir in manchen Diskussionen vor, man möchte mit den bekannten Werbe-Techniken die neuen Tools zähmen. Hardselling auf Facebook. Funktioniert das, wenn ja wie lange? Welche Chancen bietet „Social“ im Tourismusmarketing?

Abschließend nochmals ein großes Dankeschön an Florian, Jens, Daniel (hoffentlich wieder gesund) mit ihrem engagierten Team für die perfekte Organisation.

P.S.: Flo, Danke für die Unterstützung bei der Geburt der „Russion Ice Divers„. Nächstes Mal hoffentlich mit der „dirty Quetschen“ von Dir.

Nächste Chancen speziell für Touristiker: castlecamp in Kaprun (4.-5.9.2010) & almcamp im Maltatal (E. Sept 2010)

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