Castlecamp Kaprun
Castlecamp Kaprun

Gestern war ich beim Castlecamp im wunderbaren Ambiente der Burg Kaprun im Salzburger Land. Eine große Verbeugung vor Rainer mit seinem Team für die Vorbereitung und die Auswahl dieser aussergewöhnlichen Location, sehr gelungen!
Der Inhalt ist eine Motivation für die Teilnahme an so einer Veranstaltung, für mich war das persönliche Treffen von guten Bekannten sowie das erstmalige persönliche Kennenlernen von Leuten, deren Aktivitäten ich im Web seit einiger Zeit verfolgt, eine mindestens genauso grosse Motivation nach Kaprun zu fahren.

Nach der Vorstellungsrunde ging´s wie immer darum, die Tagungsthemen zu eruieren und in einen Zeitraster zu bringen. Kann man diese Phase eigentlich ein Barcamp mit einem Almauftrieb vergleichen? Sind auf den ersten Blick die „Alphatiere“ in der Gruppe gleich zu erkennen? Und vor allem wodurch und wie wirkt sich das auf den Rest der Gruppe aus? Flo hat geschrieben,  […]Sessioneinteilung zieht sich ein wenig![…] – hängt wohl damit zusammen dass kein „Alpha“ gleich das ganze Gebiet besetzt hat.

Die einzelnen Inhalte gibt es ja auf der Castlecampseite und den diversen Beitragsseiten die dort gelistet sind, ich nehme mir hier lediglich ein paar Schlagworte und Gedanken aus der Sicht eines Touristikers heraus:

Wenn ich als Hotelier kein Erzähltyp bin, dann bin ich vielleicht im falschen Beruf
Evelin Schraffl, Berghotel Zirm

Sollten wir nicht öfter darüber nachdenken, den „Bürokram“ unseren guten Mitarbeitern zu überlassen und uns verstärkt um unsere Gäste, Journalisten und Geschäftspartner kümmern?

Unser Blog schickt Sie täglich 2 Minuten in Urlaub!
Hans-Peter Schraffl, Berghotel Zirm

einfach schön!

Man muss schauen ob eine Community Inhalte getrieben oder kommunikationsgetrieben ist.
Uwe Frers, Trips by Tips

Seine neue Facebook Applikation „Gedankenreisen“ hat aus meiner Sicht auch für kleinere Destinationen großes Einsatzpotential. Sie verknüpft die beiden wesentlichen Ferienreisemotive nach Destination und nach Aktivitäten, darüherhinaus startet sie einen „Träumeprozess“ beim Empfänger (sofern kein Spam).

Vielleicht sollte man den Namen seiner Kinder nach Suchmaschinen relevanten Kriterien wählen.
Helge Fahrnberger, Toursprung

Taggen statt taufen?
Zumindest im Entwicklungsprozess von Destinationsnamen und -marken ist dieser Gedanke kein unerheblicher.  In diesem Zusammenhang danke ich allen Wortspendern zum Thema „SEO“ – war für mich sehr lehrreich.

FAZIT: Viele gute Bekannte getroffen, interessante Diskussionen die manchmal etwas tiefer hätten geführt werden können, wahrscheinlich hätte ich dann aber keine Energie für das Gespräch mit Daniel zum Thema Ambiente Awareness gehabt.

Castlecamp Kaprun
Castlecamp Fotowalk – erste Bilder

Tourismuscamp Eichstätt 2009

PS. Ach ja, da wäre noch was: Hier kann man ein Fan vom Lammertal werden

Vorgestern waren Ed und Markus bei uns, ich glaub das war sowas wie ein offizielles Ende der Einführungsphase des Lammertal Blogs. Übrigens – wer mal auf der Suche nach dem richtigen Halt ist, dem empfehle ich Markus´ Stilmelange!
In der Vorbereitung zu diesem Meeting hab ich mir meine Gedanken gemacht, sehr hilfreich dabei empfand ich die POST-Struktur aus dem Buch Groundswell von Charlene Li und Josh Bernoff.

Habe mich in der Zwischenzeit auch ein wenig mit Tripwolf beschäftigt, tolle Plattform wie ich meine. Martins´Beitrag zeigt schön den Nutzen für eine Destination – besonders gefällt mir auch die pdf Variante.

Aber nun die Frage: Darf/Soll ich als Tourismusmanager des Lammertals ein Tripguru für die eigene Destination werden? Ja, ich bin fachlich qualifiziert, kenne die romantischen Almplätzchen zum Chillen, die tosenden Wildbäche zum Durchwandern und hervorragende Sennereien zum Schlemmen. Akzeptiert aber die Tripwolfcommunity, dass ich mit diesen Tipps auch mein Geld verdiene?

Credibility von Tourismusmanagern im Web 2.0 – vielleicht ein Thema fürs Castlecamp in Kaprun?

Habe gerade eine sehr praktikable Plattform für Urlaubsgeschichten entdeckt. Auf Capzles hat man ganz einfach die Möglichkeit Bilder, Videos, Musik und Texte zu präsentieren. Mit den Hausgästen eine Wanderung machen, die Zubereitung von Salzburger Nockerl durch Küchenchef präsentieren oder einen Eventrückblick für die Festbesucher gestalten – dieses Tool eignet sich sowohl als Online-Reiseberichtsplattform für Reisende als auch als Kommunikationsmittel für Produzenten.

Hab das ganze kurz getestet. Bilder einer Veranstaltung hochgeladen, ein Foto als Hintergrund ausgewählt, Titel, Musik von Krauthobel aus Vorarlberg hochgeladen (Songtitel „Eine Erinnerung“ für alle, die dem gsi-bergerischen nicht mächtig sind) fertig.

Mann müsste wirklich weiter überlegen, ob und wie das Tool von Gästen angenommen werden könnte.

Wenn man sich in seiner Region genauer umsieht, dann findet man ja beinahe alle Ressourcen die man im Tourismusmarketing so braucht. Letzten Freitag hatte ich ein interessantes Gespräch mit Lothar Riedl zum Thema Videos im Tourismusmarketing.

Und gestern kam die neue fvw 12/08 auf den Tisch, unter anderem ein kurzer Rückblick zum Online Marketing Day. Marc Ruff von tvtrip.com zitiert eine Phocuswright Studie laut der in den USA Videos einen gleich hohen Einfluss auch Verkäufe haben wie Bewertungen.

Laut Andreas Posmeck von myhotelvideo.com ist die hohe Qualität des Contents sehr wichtig, Communities scheiden bis dato als Lieferanten von Videos aus, zuwenig Qualität und zuwenig Relevanz.

Lothar hat mir letzte Woche eine Liste einiger Videobeiträge aus dem Bereich Tourismus mitgebracht, das haben wir uns angeschaut:

tvtrip.de, kombiniert Hotelinfos, Beurteilungen und Buchungsmöglichkeit sehr gut. Ich würde mich durch eine etwas weniger „neutrale“ Darstellung persönlich mehr angesprochen fühlen.
Bereits einen eigenen Channel hat eine australische Tourismusorganisation eingerichtet. westernaustralia.tv präsentiert sehr ansprechend gestaltete Videos, in erster Linie Eventbeiträge. Warum bei den Global Sites der offiziellen Homepage bei allen Länderportalen ausser beim deutschen ein Link auf „Video“ ist, verstehe ich nicht

vacationscanada.tv , ein privater kanadischer Touroperator mit (lt eigenen Angaben) mehr als 3 000 Produkten war für mich eines der besten case studies. Die persönliche Ansprache durch eine Person/Moderator gibt mir das Gefühl, jemand redet mit mir. Beeindruckend auch, wie nahe ich zum Buchungsvorgang auf vacationscanada.travel geführt werde.

Ein österreichisches Beispiel, welches auch Präsentation mit Buchungsmöglichkeit eng verknüpft ist thermentv.at . Eigentlich sind es keine Videos sondern Slideshows die durchaus emotionaler gestaltet werden könnten, die Kombination mit kurz-mal-weg.at führt rasch zur Buchungsmöglichkeit.

trivop.com präsentiert eine saubere Navigation, eine Google Map zur Lokalisierung, ebenso wird auch ein Beteiligungsaufruf für Filmer und Hoteliers gemacht. Emotional fühle ich mich weder durch die Musik noch durch Präsentation leerer Räume besonders angesprochen, sicher nur subjektiv.

4-seasons.tv ist ein Channel von globetrotter.de und bietet On Demand Kanäle nach Interessensgebieten. Ob die lange Ladezeit an meinem Anschluss liegt? Na, endlich…. sehr persönliche Färbung der Beiträge, die Einblendung der Produkte könnte auch im Tourismus funktionieren, sehr interessant.

visitberlin.tv aus der germanischen Hauptstadt präsentiert ein für meine Begriffe kühles Layout. Gut gelöst ist die Einbindung in die offizielle Tourismusseite. Mit Spannung verfolgen dürfen wir auch eine neue Videoserie unter dem Titel „Berlin Stories“, erster Gast war Klaus Wowereit.

Die Hotelkette Starwood filmt seit einem Jahr in Europa, Afrika und dem Mittleren Osten. Neben der Onlinepräsentation laufen die Filme auch im Hotel, technische Umsetzung: 1A

Last but not least zur „Mutter der Videoplattformen“. Youtube präsentiert die schönsten Beiträge aus Neuseeland, schon oft erwähnt wurden die unglaublichen Zugriffszahlen auf die Videos, in 9 Monaten 898 000 Views oder seit März 2007 32 000 Views.

Mein Fazit: Qualität und Relevanz sind entscheidend.
Die eigenen Urlaubswackelbilder haben für einen selber eine sehr hohe Bedeutung weil ein eigener, emotionaler Kontext vorhanden ist. Beim gemeinsamen Urlaubsvideo schauen mit Freunden funktioniert das auch noch halbwegs sofern ich die Bilder kommentieren kann und das Essen und der Wein halbwegs schmecken.

Ansonsten gilt: Es braucht einen Plot, ein Storyboard und Menschen, die mir eine Geschichte erzählen, das reine Abfilmen von Infrastruktur spricht lediglich den Denk-Teil im Gehirn an, der Drive kommt bekanntlich aber von der Emotion.

Also auf ihr Digital Storytelling Studenten – hier wartet ein Kunde auf Euch, aber ein anspruchsvoller 😉
Frei nach Martin Schobert von der Österreich Werbung beim fvw Online Marketing Day: wir müssen die Online Nutzer aktivieren und nicht nur das passive Abholen von Infos fördern.