Ganz schön frustrierend – die Erkenntnis, dass es technisch „watschneinfach“ ist, so einen Blog auf die Welt zu bringen. Und dann – nach zwei, drei Wochen…. gähnende Leere. Fehlt die Disziplin sich hinzusetzen und was zu schreiben? Mangelt es an Inhalten? Für wen soll ich das eigentlich tun, Eigentherapie? Also – Schluss damit, aus, fertig, beschlossen.

Und dann kommt Freund Martin und sagt: Nein, mach weiter. Tourismusexperte ist er, aber auch ein guter Freund. Deshalb wird er sich wohl was denken mit seiner Empfehlung. Vielleicht geht es auch anderen so und sie bräuchten auch eine Ermutigung – mit einem Projekt fortzufahren und nicht aufzugeben. Nach Pfadfindermanier werde ich also heute noch jemanden motivieren, an einem begonnen Projekt weiterzuarbeiten. Es sind viele kleine Schritte die uns den Berggipfel erreichen lassen. Und, falls du es liest: Danke Martin.

Unsere Mädels bei der 3-Jahre-Countdownfeier im Olympiabob 2010

Zweite Woche vorbei. Definitiv eine ganz andere Art zu unterrichten als bisher. Das letzte Semester des mba Studiums in Vancouver war als Highlight angekündigt. In vielen Bereichen wurden die Erwartungen erfüllt, in manchen Bereichen waren die Erwartungshaltung falsch. Der Trip nach Whistler – zählt weltweit am drittmeisten Wintertouristen – war eines der Highlights, nicht nur für mich als Destinationsmanager.

Im Review ist die kompakte Resortplanung sowie das Zoning Einheimische : Touristen als absolut positiv zu bewerten. Verbesserungswürdig ist auf jeden Fall die Qualität der Liftanlagen. Diesbezüglich sind die Skigebiete in den Top österreichische, schweizer und teilweise italienischen Destinationen klar besser. Interessant zu beobachten ist zukünfitg der Verkauf von Intravest an Fortress – einem großen amerikanischen Hedgefond. Fortress plant jährlich 2-3 neue Skiressorts zu kaufen, mir scheint, hier liegt das Interesse im schnellen, quantitatives Wachstum und weniger qualitative Verbesserung der bestehenden Betriebe.

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Endlich wieder mal einen Beitrag schreiben… Gestern vorgenommen, heute um 05:30 aufgestanden und jetzt sitze ich vorm Bildschirm. Wintertourismus = Luxus pur? Diesen Eindruck habe ich in den letzten Tagen bekommen. Während eines Gastvortrages an der FH Academia Engiadina weht das Flair vom Poloturnier in St. Moritz über das ganze Engadin, zurück in Österreich hört, liest und sieht man ausschliesslich von den Reichen und Schönen in Kitzbühel.

Diese Ereignisse werden getragen von Unternehmen, die Freunde, Mitarbeiter und Kunden am Spirit teilhaben lassen. Abseits dieser „Mega-Events“ stellt sich für Tourismusmanager dieselbe Herausforderung. Atemberaubende, maßgeschneiderte Freizeitprogramme für Tagungen aber auch Ferienprogramme. Immer wieder neu, Wiederholung ist Langeweile, Stiltreue wird erwartet. (nach Joel Henri) Also, auf ins Büro und „hirnen“ – über Erlebnisse für Menschen und Marken.

gams bezau

Schafft Rahmen für schöne Momente – Hotel Gams, Bezau

Er bezeichnet sich selbst als „der Branchenevent in Österreich“ – der jährliche Kongress der Österreichischen Hoteliersvereinigung. „Wir haben zu viele ähnliche Hotels, die ähnliche Mitarbeiter mit einer ähnlichen Ausbildung beschäftigen und sie ähnliche Arbeiten durchführen lassen. Hotels haben ähnliche Ideen und produzieren ähnliche Dinge zu ähnlichen Preisen in ähnlicher Qualität. Wenn Sie dazugehören, werden Sie es künftig schwer haben.“ so die Message von Dr. Manfred Kohl in Anlehnung an ein Zitat von Karl Pilsl.

Dies gilt übrigens auch für manche Referenten denen der Brückenschlag von theoretischen Floskeln hin zu wirtschaftlich ergiebigen Innovationen nicht gelingen mag. Erfrischend hingegen die Praktiker und Geschichtenerzähler, Anja Förster brachte ihre Innovationssammlungen sehr leidenschaftlich, Hans Geißlinger von expedere.de ließ hinter die Kulissen des Storytellings blicken, Marcus Praschinger und Sascha Böck, wombat’s CITY HOSTELS, begeistern junge Menschen, Ellen Nenning erfüllt mit ihrem Team die Erwartungen im Genießer- und Kuschelhotel Gams im Bregenzerwald.

Rahmen schaffen, Stimmungen inszenieren, Anstösse geben… die Menschen wollen „berührt“ werden, social web allein reicht dazu – Gott sei Dank! – nicht aus.

starwood second life

Viruelles Konzept von W-Hotels

Er sei der bekannteste Technologie-Prognostiker der Gegenwart, und er hält wenig von Methoden – so beginnt gdi impuls winter 2006 den Artikel über Paul Saffo. Der amerkikanische Zukunftsforscher ist überzeugt, dass Meetings nachwievor Menschen in die Flugzeuge und nicht ausschließlich vor den Bildschirm bringen. Ebenso überzeugt ist er auch, dass MUD´s (Mulit-User-Dimension) das nächste große Ding im Internet werden. Nicht Methoden sondern der gesunde Menschenverstand und konzentrierte Beobachtung sind für seine Arbeit erfolgsentscheidend. Und er behauptet dass letztendlich die Menschen entscheiden, was sich am Markt durchsetzt – die ersten MUD´s hat es bereits 1980 gegeben – >>Club Caribay<< der Unternehmer ist mit dem Projekt gescheitert und…. Steve Case gründete eine E-mail Firma (AOL) und wurde erfolgreich.

Vielleicht sollte ich ein Dachstein-West-Ski-Resort in Second Life gründen (vg. Starwood), dort virtuelle Skirennen wie z.B. ORF Ski Challenge zu veranstalten. Die Sieger werden dann in der realen Welt eingeladen, das Linden-Dollar-Startgeld der restlichen Teilnehmer wird bei einer etwaigen Urlaubsbuchung angerechnet. Oder wir veranstalten jeden Dienstag Abend eine „ski & mate hour“ mit Verabredung zum romantischen Wochenende in der realen Welt. Wenn ich nur wüsste, wieviele Second Life Teilnehmer für uns relevant sind….