Was ist eigentlich DAS Internet?

Ich war Gast als vor einigen Tagen Irene Schulte von der Salzburger Industriellenvereinigung und Sabine Stadler, Obfrau der Filmschaffenden den 5. Salzburger Medien & Technologie Roundtable eröffneten. Zahlreiche Spitzenpolitiker, Filmschaffende und Medienleute diskutierten zum Thema „Internet makes the TV Star“. Die Herleitung des Titels entspricht dem heutigen Trend, die Dinge konstruktiv zukunftsorientiert anstelle von polarisierend destruktiv zu formulieren🙂

Erfrischend war das Impulsreferat vom kaufmännischen Direktor des ORF, Mag.  Richard Grasl, der in 5 knackigen Gedanken die Liebe des ORF zum Internet formulierte.

Aus technischer Sicht ist das Internet nix anders als Datenströme, aber kommen wir mit dieser Information wirklich weiter? Ist es möglich DAS Internet über Content & Nutzerverhalten zu segmentieren, Suchmaschinen, soziale Plattformen, Shoppingportale, Videokanäle, Newsticker…?

Mag. Grasl definiert das Web als „weitere Plattform für Radio und TVangebote“ und formuliert aus ORF Sicht 5 Gedanken:
1) Radio und TV Inhalte werden im Web vertieft und ergänzt
2) Es entstehen neue, hybride Plattformen bei denen der ORF vertreten sein muss, die Frage stellt sich noch, wer zukünftig die stärksten (Be)Treiber dieser Plattformen sein werden: Hardwareanbieter wie SONY & Co, Telekomanbieter wie A1 oder Contentanbieter wie z.B. ORF
3) Qualität sichert dem ORF eine usp in der Fülle und teilweise schlechten Qualität des Web-Contents
4) Wird sich nonlineares TV durchsetzen? Das zeitversetzte Anschauen von Sendungen im Web hat in den USA nur eine bedingte Nachfrage, auch will nicht jeder Konsument „sein eigener Programmdirektor“ sein.
5) Bedeutung der sozialen Plattformen steigt. Der ORF soll die Gespräche in den peer groups analysieren, relevante Themen aufgreifen und dazu Produktionen erstellen. (Crowdsourcing)

Fazit Grasl: Für den ORF bleiben die Spielregeln gleich (Nahe am Markt sein), nur die Plattformen ändern sich.

Die Tagung wurde vom neuen Salzburger Regional TV Sender Salzburg+ zum „Nachschauen“ aufgezeichnet.

Mein persönliches Fazit:
Es geht eigentlich gar nicht um den Schirm (Fernsehschirm oder Computerschirm) sondern es geht um die Sitzposition des Konsumenten. Was das bedeutet? Hier >>>

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