Michael Jackson, Web2.0 und die Sorgfaltspflicht

Wo bleibt denn da die journalistische Sorgfaltspflicht?

Jeder, der bereits unliebsame – weil einseitig recherchierte – Erfahrungen mit Medienberichten gemacht hat, stellt diese Frage mehr oder weniger verärgert an den zuständigen Redakteur, CvD oder Chefredakteur.

Beurteilungen auf Plattformen, Botschaften die wir mittels RSS Feeds erhalten, Geschnatter auf Twitterund sonstige Inhalte in 2.0-Tools werden von uns kognitiv verarbeitet und tragen bewusst oder unbewusst zu unserer Meinungsbildung bei, aber wie objektiv ist diese Meinungsbildung?

Lolinger´s Papa hat in der aktuellen Wochenendausgabe der Salzburger Nachrichten das Phänomen in Zusammenhang mit dem Ableben von MJ diskutiert.

Siegt die Schnelligkeit tatsächlich über die Glaubwürdigkeit? hier zum SN Artikel >>>

Danke für die kritischen Worte, und vielleicht komm ich ja kommenden Sonntag zum „…etwas anderen Heimatabend“ nach Abtenau um Lolinger und ihren Papa persönlich kennen zu lernen.
Bis dahin werde ich die Feeds in meinem Reader ein wenig kritischer und kontextbezogener konsumieren.

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3 Comments

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  1. Meine Wahrnehmung war, dass alle Mainstreammedien – außer die die höchster journalistischer Qualität verpflichtet sind (hierzulande: 0) und außer die langsamen – die Meldung sofort übernahmen, mit Hinweis auf TMZ. Hier die Schuld auf die facebookenden und twitternden Normalbürger zu schieben, die keinen journalistischen Ethoi verpflichtet sind, ist billig.

  2. der Artikel in der SN erinnert mich an den spiegel der momentan auch jede woche einen artikel über das „böse“ internet hat.

    die klassischen medien haben jahrzehnte lang bei der journalistischen qualität gespart und sich nur noch um die werbeeinnahmen gekümmert (dadurch entstehen auch so schwachsinnige begriffe wie „advertorial“) und jetzt sollten sie sich auf die qualität besinnen, nur ist leider niemand mehr da der weiss wie das geht (auf jedenfall nicht in österreich).

    nur mehr von der APA abschreiben ist keine journalistischen tätigkeit.

    auch ist der SN-Artikel schlecht recherchiert, TMZ hat genau im „richtigen“ moment die todesnachricht verkündigt. liegt vielleicht auch daran das „klassische“ medienleute nicht damit umgehen können das sich artikel im lauf der zeit auch ändern können (was TMZ laufend (dokumentiert) macht).

    Also, aufhöhren zu jammern und sich zeitungen wie Guardian, NYtimes aber auch die Bild (so skurill es klingt) anschauen, die sind dabei zu verstehen wie man damit umgeht.

  3. Facebook, Studivz, Twitter, etc. sind die modernen Metzgereien, Bäckereien, Wartezimmer. Hier werden Gerüchte verbreitet, ohne darüber nachzudenken, woher die Info kommt, bzw. ob die Info stimmt. Wer hier guten Journalismus sucht, kann lange warten und ist selber schuld, wenn er sich auf die Informationen solcher „Plattformen“ verlässt.

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