Wir brauchen eine neue Zeitrechnung – 24 Stunden sind zu wenig

uhr

Bild: ToniVc | http://www.flickr.com/photos/tonivc/2283676770/

Menschen finden andere Menschen oft sympathisch, wenn diese ähnlich sind wie sie selber. Und wenn ich einen Artikel lese, der meine (bereits vorhandene) Meinung unterstützt, dann find ich das ganz oft ganz super. So wie jetzt gerade bei Steve Rubel.

Gerade noch haben wir Touristiker (ok, nicht alle) übereinstimmend festgestellt, Google ist DIE Destination bei der Informationssuche und dann, Gast – ab auf die eigene Destinations- oder Hotelwebseite. In der täglichen Arbeit ist das super, weil das kann man gut outsourcen. Die Internetagentur baut die „eDestination“ und weil sie das so gut kann, optimiert sie auch noch das Ranking bei den Suchtreffern.

Und jetzt soll das alles anders werden?

… im Obama Land besuchten im März die Menschen „111 domains and 2,500 web pages“ und verbrachten dort 56 Sekunden
(ich mag MAFO Ergebnisse, sind immer so exakt)

…von 75 Stunden online verbringen die User 12 Stunden auf Portalen und Suchmaschinen

… und 4-5 Stunden auf Seiten, die von Menschen & Beziehungen getrieben sind (Wikipedia, Facebook, Youtube)

In der gestrigen Pause des grandiosen Vortrags von Irene Peer im Rahmen des etourism Projektes erzählten mir Vermieter von Familienbetrieben:

… weißt du, ich hab nie Schreibmaschine schreiben gelernt, das dauert so lang bis ich was geschrieben hab….
… da sind dann immer wieder wieder so Ausdrücke, da muss ich wieder im Wörterbuch nachschauen, was das bedeutet….
… ich geh lieber raus, da ist es schöner als dauernd vor dem Kast´l zu sitzen…

Wir im Ösiland haben in einer (sehr peinlichen) Stunden-Diskussion in den letzten Wochen mitbekommen, dass auch andere Branchen ein Problem mit der Zeit haben.

Vielleicht wäre eine Lösung,  die Tagesteilung von 24 Stunden-Einheiten zu überdenken und eventuell auf einen Dreissiger Teiler zu erhöhen. Dann hätten manche von uns mehr Zeit zum Schreiben, andere könnten raus und hätten trotzdem noch Zeit, ins Kast´l zu schauen. Denn eines ist sicher -wir müssen noch viel mehr aufbrechen auf die: „Venues, where our consumers spend time“.

Und das kann man nur bedingt auslagern.

3 Comments

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  1. dazu haben wir doch laptops und iphones- damit wir MIT dem kast’l raus können🙂

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