Wird Google Wave die Beratung im Reisebüro ersetzen? Was wäre, wenn an deren Stelle die Mitarbeiter einer DMO oder die Eigentümerin einer Pension gemeinsam mit dem Gast die Urlaubsplanung vornehmen würden? Wenn Gast und Gastgeber einen 30 Minuten Termin vereinbaren, und die individuellen Wünsche besprochen und in Echtzeit auf einer Karte eingetragen würden?
Hinterher kann der Gast noch den UGC Content wie z.B. Bewertungen, Bilder und Videos der einzelnen „Attraktionsballone“ in Ruhe mit seinen Mitreisenden anschauen, selbstverständlich am großen TV Bildschirm.
Holla die Waldfee… aber wahrscheinlich eh wieder nur eine Spinnerei, die so nie Realität werden wird. Aber wie dann?
Habe mir vor ein paar Tagen die Google Toolbar neu heruntergeladen und stelle fest:
Google beeinflusst die Arbeit im Tourismus weiter!
Wozu brauch z.B. das Lammertal eine Webseite auf Chinesisch? – Braucht es eh nicht. Aber wenn doch, übersetzt die Übersetzungsfunktion in der Google Toolbar die Webseite nicht nur auf chinesisch sondern in mehr als 50 weitere Sprachen.
Weiß nicht, ob alle potentiellen Gäste die Funktion schon kennen, vielleicht müsste man diese Hilfefunktion noch userfreundlich auf der eigenen Webseite integrieren.
Und als gelernter Tourismusmarketer möchte ich auch hinweisen, dass aufgrund von Culture Code´s die reine Übersetzung einer Webseite nicht zur interkulturellen Kundenansprache ausre.
Google Sidewiki
Ein weiteres, neues Werkzeug von Google, mit dem man zu jeder Webseite Kommtentare abgeben kann.
Sind die Bewertungen auf diversen z.B: Hotelbewertungs-Plattformen meist von Gästen, die auch die entsprechende Leistung konsumiert haben, lädt Google Sidewiki Jedermann/frau ein, einen Kommentar direkt auf der besuchten Webseite abzugeben.
Empfehlenswert ist auf jedenfall sich gleich als „Owner“ der Seite mit einem eigenen Sidewiki Eintrag vorzustellen. Google verspricht, diesen Eintrag als Erstes anzuzeigen. Wie das geht ist hier sehr gut beschrieben>>>
Informationsbeschaffung ist im Tourismus längst kein linearer Prozess mehr, neben der eigenen Webseite und etablierten Branchenplattformen spielen die Google-Tools zunehmend eine Rolle.
Welche Gefahren sind damit verbunden? Aber auch: Welche Chancen bietet z.B. Google Sidewiki?
Und drittens: Welche Kompetenzen müssen zukünftig in Tourismusunternehmen zusätzlich aufgebaut werden?
Fred Fettner stellt in einem Facebookpost grad die Frage, ob Österreichs Destinationen zunehmend auf die Dienste von PR Agenturen in Deutschland verzichten. Möchte diese Frage hier weiterführen:
Kann es sein, dass LTOs und die ÖW bereits sehr gute Partner für Destinationen sind?
Kann es sein, dass die Kontakte zu immer weniger Reisejournalisten durch die DMOs selber gepflegt werden?
Sind die Mitarbeiter der neuen, größeren Destinationen fachlich qualifizierter als früher?
Wie wirkt sich Web2.0 auf die touristische PR Arbeit aus?
Bitte um Meinungen werte Kolleginnen und Kollegen aus dem Tourismus!
Da reist man in eine neue Destination und würde gerne relevante Reiseinformationen (auch) über Twitter erhalten. Wie kann der Reisende jetzt via Twitter mit regionalem Content versorgt werden? Das war die Problemstellung welche die Entwickler von Twaller lösen wollen.
Die Leute vor Ort kennen die Destination am besten – leider folgt man denen nicht. Twaller findet relevante Tweets einer Destination in den 5 Kategorien Wetter, Restaurants, Sehenswürdigkeiten, Unterhaltung, Shopping – auch wenn man den Twitterern nicht folgt.
Wird sich das jemals Relevanz haben oder ist es wieder eine dieser zahlreichen Web2.0 Spielerein?
Die Leute vor Ort haben wohl die Informationen aber findet man die „regionalen Experten“ auch auf Twitter?
Oder sollten die Mitarbeiter in den Tourismusinformationen ein Twitter T-Shirt bekommen?
Heute fand in Salzburg die Jahrestagung des BÖTM Salzburg – des Bundes Österreichischer Tourismusdirektoren Landesgruppe Salzburg – statt. Spannend war neben dem kollegialen Erfahrungsaustausch unser Guest Speaker.
Dr. Erich Berer von der Unternehmensgruppe Berer in Salzburg zählt zu den innovativsten und engagiertesten Touristiker im Land Salzburg.
Was für andere eine Utopie war, wurde für ihn zur Vision – eine Schifffahrt auf der Salzach.
Wieviele Hürden zu überwinden waren, wie die Vision schlussendlich realisiert wurde, wie dann im August 2002 ein Hochwasser die Anlegestellen buchstäblich wegriss und die Amadeus in der Salzach versank waren Inhalt seiner berührenden Ausführungen.
Weg von der Unglückstelle. Weg von den Medien. Handy aus. Schlafen, 2 Stunden lang. Danach die Entscheidung. „Das kann es nicht gewesen sein. Ich mache weiter.“
Heute zählt die Salzburgschifffahrt zu den beeindruckendsten Attraktionen der Mozartstadt.
Danke Erich, für die sehr persönlichen Einblicke in das Leben eines Salzburger Tourismusunternehmers.
Hier ein paar Impressionen unserer Tagungsstätte